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Features

Mittwoch 09:05 Uhr Bayern 2

radioWissen

Kritisches Denken Was genau heißt das? Diskretion Respekt vor dem Privaten Das Kalenderblatt 8.2.1874 Uraufführung von "Boris Godunow" Von Markus Vanhoefer . Kritisches Denken - Was genau heißt das? Autorin: Inka Kübel / Regie: Kirsten Böttcher "Wenn du denkst, du denkst, dann denkst du nur du denkst." In den Zeilen dieses alten Schlagers liegt ein großes Korn Wahrheit. Denn oft meinen wir, dass unser eigenes Denken kritisch ist, dass wir gründlich hinterfragen, dass wir uns nichts vormachen lassen und unsere Überzeugungen auf einem sicheren Fundament guter Argumentation ruhen. Dabei sind wir womöglich doch nur eigenem Wunschdenken oder fremden Manipulationen aufgelaufen. Kritisches Denken ist wichtig, nicht nur, um in Zeiten von Verschwörungstheorien und Desinformation die Orientierung zu behalten und unterscheiden zu können zwischen Rationalität und Pseudorationalität. Und es ist ein Zeichen von Reife, das sich in wirklich kritischem Denken spiegelt. Aber woran erkennen wir, dass wir kritisch denken? Welche Rolle spielt die Intuition - ist sie Falle oder Quelle des kritischen Denkens? Wie üben wir es ein, wie bringen wir es unseren Kindern bei, welchen Beitrag kann die Schule leisten? Die Implikationen dieser Fragen sind vielfältig: Es geht um Persönlichkeitsbildung ebenso wie die Stärkung unserer Demokratie, um geistige Offenheit, Selbstreflexion und um Kriterien, an denen wir unser Denken überprüfen können. Diskretion - Respekt vor dem Privaten Autorin: Beate Meierfrankenfeld / Regie: Eva Demmelhuber Diskretion - das klingt nach einer altmodischen Tugend, genau wie die Übersetzungen des Begriffs als "Verschwiegenheit", "Stillschweigen" oder "Taktgefühl". Doch Diskretion ist keine bloße Frage individuellen Anstands, sondern eine komplexe soziale Übung. Keine Freundschaft ohne sie, keine offene Gesellschaft mit ihren anonymen Alltagsbegegnungen, für die nicht nur in der Bank oder der Apotheke ein "Diskretionsabstand" einzuhalten ist. Gefühl, Krankheit, Körper, Geld: Die Diskretion zieht eine Grenze um das, was wir als besonders persönlich empfinden. Sie kann das als klare Abmachung tun, sehr viel häufiger aber folgt sie ungeschriebenen Gesetzen des Zusammenlebens. Sich in einer Kultur bewegen zu können, heißt auch, ihre Diskretionsregeln zu kennen, die das Private erst definieren. Gerade im digitalen Zeitalter, in dem sich Intimstes mit einem Klick öffentlich machen lässt, ist der Respekt vor dieser Grenze ein hohes Gut. Überholt ist die Tugend der Diskretion also keineswegs. Erstendung 16. September 2020 Moderation: Florian Kummert Redaktion: Bernhard Kastner

Mittwoch 13:34 Uhr WDR5

Neugier genügt - Das Feature

Die amerikanische Luftwaffe setzte am 7. Februar 1967 erstmals flächendeckend das Mittel ein

Mittwoch 15:05 Uhr Bayern 2

radioWissen am Nachmittag

Was uns tröstet Kraft in der Krise Wird schon! Die Kraft der Zuversicht Das Kalenderblatt 8.2.1874 Uraufführung von "Boris Godunow" Von Markus Vanhoefer . Was uns tröstet - Kraft in der Krise Autor: Simon Demmelhuber / Regie: Rainer Schaller Die Angst, allein und verlassen im Dunklen zu sein, bedroht von namenlosen Schrecken, wird mit uns geboren. Die Nähe der Mutter, ihre Zuwendung und schützende Gegenwart hilft uns, das emotionale Chaos zu dämpfen. Das ist unser erster Trost, eine Erfahrung der Geborgenheit, des Weltvertrauens und der Angstbewältigung, die wir ein Leben lang suchen. Was uns später als Erwachsene tröstet, hängt von unserer Persönlichkeit, unseren emotionalen Möglichkeiten und akuten Bedürfnissen ab. Das kann ein Stück Schokolade, ein Wort, ein Blick, ein Natur- und Kunsterlebnis, eine Erinnerung oder eine spirituelle Erfahrung sein. Den tiefsten Trost aber spendet die Linderung der kleinen und großen Daseinswunden durch die "Medizin Mensch". Überlebenswichtig wird diese Kraftquelle, wenn wir nach Schicksalsschlägen in Schmerz und Trübsal erstarren. Aus dem Wunder der Tröstung wächst uns dann die Fähigkeit zu, das Unabwendbare anzunehmen und neu anzufangen, wo alles verloren und beendet scheint. Weil uns jemand oder etwas spüren lässt, dass wir im Dunklen nicht alleine und verlassen sind. Erstsendung 4. November 2020 Wird schon! - Die Kraft der Zuversicht Autorin: Justina Schreiber / Regie: Frank Halbach "Wenn du denkst, es geht nicht mehr, kommt von irgendwo ein Lichtlein her!" Der Poesiealbum-Spruch setzt in die dunkle Verzweiflung einen Funken der Hoffnung. So funktioniert das tröstliche Prinzip der Zuversicht, die dem negativen Denken nicht das letzte Wort lässt. Sie gründet sich auf das Vertrauen, dass letztlich alles gut werden kann, wenn man nur nicht aufgibt. Religionen und idealistische Überzeugungen liefern den passenden Überbau. Aber es braucht auch Mut und ein gewisses Geborgenheitsgefühl in der Welt, um das Leben vor allem in schweren Stunden bejahen zu können. Zuversicht spendet dann die notwendige Kraft, um Herausforderungen anzunehmen: "Wer weiß, wozu es gut ist!", "Wir schaffen das!" und "Wird schon!" Der Mensch kann sich per Autosuggestion und positivem Denken tatsächlich aus dem Schlamassel ziehen. Eine Fähigkeit, die an sich schon zuversichtlich stimmt! Moderation: Gabi Gerlach Redaktion: Susanne Poelchau und Bernhard Kastner

Mittwoch 19:00 Uhr rbb Kultur

Feature

Ach, wie sollen wir die kleine Rose buchen Oder: Maria Isot Kilian  Brechts letzte Liebe Von Gerda Zschiedrich und Ulrich Unterlauf Anfang 1949 erlebt Isot Kilian, die selbst in einer Matinee mit Liedern und Gedichten von Brecht auftritt, im Deutschen Theater Berlin die Premiere von "Mutter Courage und ihre Kinder". Sie trifft die Weigel: "Wir wissen von ihrem BrechtProgramm, kommen Sie morgen zu uns. Das wird den Brecht interessieren." Isot Kilian wird am neu gegründeten Berliner Ensemble engagiert. Brechts Vertrauen gewinnt die junge Schauspielerin und RegieAssistentin, die mit dem Philosophen Wolfgang Harich verheiratet ist, während der Ereignisse des 17. Juni 1953. Sie stellt eine Verbindung zum ZK her, überbringt persönlich des Dichters Vorschläge und Briefe zur Situation. Später begleitet sie ihn auf zwei triumphalen Gastspielen nach Paris. Da ist aus dem Arbeitsverhältnis längst Liebe geworden. Eine dramatische Verbindung in mancherlei Hinsicht, was der Nachlass belegt. Mit Jule Böwe, Winnie Böwe, Tilmar Kuhn, Gabriele Heinz u. a. Regie: Gera Zschiedrich Produktion: rbb 2008

Mittwoch 19:30 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Zeitfragen. Feature

In 80 Welten ohne Zeit Über die Veränderung der Reisegeschwindigkeit seit Jules Verne Von Florian Felix Weyh Vor 150 Jahren veröffentlichte Jules Verne den Roman "In 80 Tagen um die Welt" und schrieb damit nicht nur sein erfolgreichstes Buch, sondern löste eine Welle aus: Nicht nur zig Verfilmungen hat der Text erlebt, sondern auch Dutzende von Verwirklichungen. Was Verne nur erfunden hatte, begannen schon die Zeitgenossen umzusetzen. Und sie unterboten die Marke von 80 Tagen immer rascher. Seit Erfindung von Automobil und Flugzeug, bei Verne noch kein Mittel, war das freilich keine Kunst, wenngleich die Weltumrundung des NDR-Manns Ernst Schnabel 1951 mit PanAm-Stratocruisern angesichts der Unfallrate dieses Flugzeugtyps immer noch waghalsig war. Beschleunigung zeichnet die Reiseentwicklung seit 150 Jahren aus - doch es gibt Gegenbewegungen: So ritt der französische Philosoph Gaspard Koenig kürzlich die Reise Montaignes von 1580 (Bordeaux-Rom) mit dem Pferd nach. Ein PS statt derer Tausend, wie sie die Dampfmaschinen bei Jules Verne aufbringen. Dem heutigen Leser mag auffallen, wie dezidiert der Romancier die fossilen Energien in den Blick nahm, als Entfesselungsmotiv des 19. Jahrhunderts schlechthin: Kraft durch Kohle und Gas. Doch die letzte Weltumrundung in Verne"scher Tradition fand 2016 unter neuer Perspektive statt: fossilfrei, im Solarflugzeug.

Mittwoch 21:00 Uhr Radio Blau

Zonic Radio Show

Die hör-mediale Erweiterung der Kulturerscheinung Zonic. Thematisch frei zwischen Musik, Literatur und Kunst changierend, gibt es von tieftauchenden popkulturellen Features über experimentelle Klangstücke oder Sound & Poetry-Mixe bis zum Hangeln durch den News-Jungle eines extrem offenen musikalischen Spektrums alles zu hören, was potentielle Relevanz im stetig sich ausbreitenden Zonic-Kosmos hat; und über dessen Rand hinaus! Wort- & Musikauswahl: Alexander Pehlemann

Mittwoch 22:00 Uhr MDR KULTUR

MDR KULTUR Feature

Ausgewählte Kulturfeatures mit spannenden Themen vom Blick in die Geschichte bis zu hochaktuellen Fragen unserer Zeit, von Wissenschaft bis Lifestyle.

Mittwoch 22:30 Uhr HR2

Jazzfacts

What"s going on? - Features, Interviews und was die Szene (um-)treibt | Tony Lakatos Blue Chili - Tony Lakatos im Unruhestand

Dienstag Donnerstag